Die Diakonische Jahreskampagne 2025 ist beendet.
Nach fast einem Jahr voller bewegender Veranstaltungen bereiten wir uns nun auf die Kampagne 2027 “Lass uns über Körper reden” vor.
Berührt. Bewegt. Verändert.
„Lass uns über den Tod reden“ – eine Kampagne wirkt nach
„Früher hatte ich Angst vor dem Tod. Aber jetzt finde ich es gar nicht mehr schlimm und habe mich getraut, auf die Beerdigung meiner Freundin zu gehen.“
Dieser Satz einer Beschäftigten von WerkVol zeigt, was unsere erste diakonische Jahreskampagne bewirkt hat. Unter dem Motto „Lass uns über den Tod reden“ ist Raum entstanden für Offenheit, Mut und ehrliche Begegnung – bei über 70 Veranstaltungen, die berührten, stärkten und neue Perspektiven eröffneten.
Bei der Abschlussveranstaltung in der Martinskirche blickten Pfarrerin Tabea Esch, Mitarbeitende, Klient*innen und Gäste auf ein besonderes Jahr zurück. Eine Bilderschau, persönliche Beiträge, Musik und das selbstgeschriebene Theaterstück „Finchens Reise zum Horizont“ machten sichtbar, wie vielfältig und kreativ sich die Stiftung dem Thema Tod und Abschied genähert hat.
Der Eröffnungsvortrag, Informationsangebote zu Trauer bei Kindern, Demenz und Vorsorge stießen auf große Resonanz. Ein Trostparcours im Berufsbildungswerk eröffnete ungewöhnliche Zugänge, Begegnungscafés ermöglichten vertrauliche Gespräche. Konzerte, Gottesdienste und das Shoa-Gedenken – begleitet vom Tanz unseres Kollegen Gilles – berührten viele Besucher*innen.
Auch Humor hatte seinen Platz: Mit Kabarett, Lesungen auf dem Friedhof oder einem Picknick „mit dem Tod“ wurde das Tabuthema auf behutsame Weise aufgelockert. Neben großen Formaten waren es oft die kleinen, persönlichen Geschichten, die besonders bewegten – etwa ein selbst gezimmerter Sarg, der heute als Regal weiterlebt.
„So vieles wurde angestoßen – und so vieles wirkt weiter“, sagte Pfarrerin Tabea Esch. Ihr Dank gilt allen, die sich mit Herz, Ideen und Mut eingebracht haben. Eine Kampagne, die gezeigt hat: Über den Tod zu sprechen, kann Leben verändern.