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Ausstellung: Gegen das Vergessen!

Die Wanderausstellung „Gegen das Vergessen – Behördliche Gräueltaten während der NS-Diktatur“ ist vom 27. Oktober bis zum 4. Dezember 2025 in der Kapelle des Ev. Krankenhauses Hagen-Haspe zu sehen. 
Die als Gemeinschaftsprojekt erarbeitete Wanderausstellung soll die Verantwortung städtischer Institutionen für das Unrecht gegenüber Menschen mit Behinderungen aufarbeiten, einen angemessenen Ort des Gedenkens schaffen und eine fortlaufende Information der Öffentlichkeit organisieren. 

Anhand von etlichen Einzelschicksalen von Opfern, deren Geschichte(n) und Leidensweg, aber auch den Täter, die oft nach dem Krieg weiter im Dienst waren, wird deutlich, was damals in und um Hagen passiert ist. 

Seit 1933 gehörte die „Erb- und Rassenpflege“ zu den Aufgaben des Gesundheitsamts, dies bedeutete in der Folge Unrecht an Menschen mit Behinderung und Homosexuellen, Wohnungslosen und Sinti und Roma, etc. Es kam zu Patiententötungen (verharmlosend „Euthanasie“ genannt), Zwangssterilisationen (die oft schwere psychische und körperliche Folgen hatten und manchmal auch mit dem Tod endeten), Kastrationen und erzwungenen Abtreibungen. Erleichtert und manchmal erst ermöglicht wurde das Unrecht durch die enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und kommunalen wie kirchlichen Wohlfahrtsdiensten.

Während sich Verfolgung und Stigmatisierung teilweise auch nach dem Kriegsende fortsetzen, wurde das Unrecht von Behörden und Verbänden oft jahrzehntelang verschwiegen. Die Auseinandersetzung, Aufarbeitung und Übernahme von Verantwortung begannen erst spät. 

Die zehn Ausstellungs-Stelen entstanden gemeinsam mit der Stadt Hagen, dem dortigen Gesundheitsamt, dem Hagener Geschichtsverein unter aktiver Beteiligung von Menschen mit einer Behinderung aus der St. Laurentius-Werkstätte des Caritasverbandes sowie Studierenden der Fachhochschule Dortmund. Weitere Projektpartner sind der Caritasverband Hagen und Aktion Mensch.

Für Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeitende ist die Kapelle in der 3. Etage des Krankenhauses täglich rund um die Uhr geöffnet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Ausstellung während unserer Besuchszeiten täglich zwischen 15 und 18 Uhr besichtigen.