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Helle Gemeinschaftsräume, Dachgarten und 80 Plätze: Neues Seniorenheim in Volmarstein

Mit einem feierlichen Festakt ist das neue Liselotte-Funcke-Haus auf dem Gelände der Ev. Stiftung Volmarstein eröffnet worden. Das moderne Seniorenheim, das die Stiftung betreibt, leistet einen wichtigen Beitrag für die Versorgung im Alter: Es bietet Platz für 80 pflegebedürftige Menschen. 

„Mit unserem neuen Haus decken wir den Bedarf der Menschen vor Ort“, betonte Stiftungs-Vorstand Markus Bachmann vor den Gästen. Es bietet auf dem Stiftungsgelände 20 Plätze mehr als das bisherige Haus Magdalena. Bachmann würdigte sowohl das Mitarbeitenden-Team um Hausleitung Sina Fiedler, das den Umzug an nur einem Tag gestemmt hatte, als auch die Seniorinnen und Senioren, die sich im hohen Alter noch einmal neu orientieren.

Auch wenn die Außenanlagen noch nicht ganz fertig sind, ist das neue Haus längst bewohnt. Darauf ging Pfarrerin Tabea Esch, in der Stiftung Leiterin des Zentrums für Theologie, Diakonie und Ethik, ein: „Ein Haus wird nicht erst dann zum Zuhause, wenn alles fertig ist, sondern wenn Menschen darin ihren Platz finden“, so die Theologin.  Längst verbringen die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Freizeit in den hellen Gemeinschaftsräumen. Sie plaudern in gemütlichen Sitzecken. Und sie genießen den einmaligen Blick ins Ruhrtal aus dem Dachgarten, in dem auch Veranstaltungen stattfinden. 

Bürgermeister Hans-Günter Draht hob den besonderen Standort des neuen Seniorenheims am Ende der Hartmannstraße hervor: „Mitten im Dorf, mitten in der Stadtgesellschaft“, so Draht. Der Weg zum Bummeln im Dorf ist von dort sehr kurz. Thomas Freericks, Geschäftsführer des Investors urwohnen GmbH, blickte auf die durchaus schwierige Planungs- und Bauphase des 13-Millionen-Euro-Projekts zurück. Die Corona-Krise, wegfallende Fördermöglichkeiten und die Folgen des Ukraine-Krieges hätten gemeistert werden müssen. „Trotzdem haben wir alles gut hinbekommen – und deshalb hänge ich besonders an diesem Haus“, erklärte Freericks.

Prof. Dr. Ewald Grothe, Leiter des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung, würdigte die FDP-Politikerin und frühere Bundestags-Vizepräsidentin Liselotte Funcke als Namensgeberin des neuen Seniorenheims. „Sie war eine Streiterin für Gleichberechtigung und Integration“, machte der Historiker in einem Vortrag klar. Bereits ihr Vater, ein Hagener Unternehmer, hatte sich über Jahrzehnte für die Stiftung engagiert. Nach ihm war ein Haus für Kinder mit Behinderungen benannt worden: das 1967 eingeweihte Oscar-Funcke-Haus in Volmarstein.