Digitalisierung als Daueraufgabe

Seit 2017 hat die Oberlinschule schrittweise rund 200.000 Euro in die Digitalisierung investiert.

Drei Oberlinschüler arbeiten im Klassenraum an ihren Notebooks
Drei Oberlinschüler arbeiten im Klassenraum an ihren Notebooks
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Seit 2017 hat die Oberlinschule schrittweise rund 200.000 Euro in die Digitalisierung investiert. Das hat sich gelohnt: Als beispielsweise im Corona-Lockdown die Schulen geschlossen werden mussten, konnten sich Schüler, die zuhause über kein geeignetes Gerät verfügen, ein Notebook ausleihen. Dadurch war es für sie überhaupt erst möglich, am digitalen Distanzunterricht teilnehmen.

„Wir haben kontinuierlich Förderanträge für Digitalisierungs-Projekte gestellt – und zwar lange vor der Corona-Krise, aber auch während der Zeit im Homeoffice“, berichtet Dennis Koppetz. Er gehört zum engagierten Lehrer-Team, das die Digitalisierung der Förderschule der Stiftung Volmarstein in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat. Mit den bewilligten Fördergeldern setzten die Pädagogen „ihr“ Konzept für die digitale Oberlinschule Schritt für Schritt um. Davon profitieren rund 270 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung.

Schon 2017 war flächendeckendes WLAN eingerichtet worden. Heute gibt es 40 Notebooks für Schüler, verteilt auf drei rollende Stationen. Mit ihrer Hilfe lässt sich jedes Klassenzimmer zum mobilen Lernraum umfunktionieren. Als Ersatz für die gute alte Kreide-Tafel wurden 16 digitale Anzeigetafeln mit PC- und Touch-Funktionen angeschafft. Alle 74 Lehrkräfte verfügen über ein Notebook. Außerdem wurde in allen 30 Klassenräumen ein PC-Arbeitsplatz für Lehrer eingerichtet. Um diese umfangreiche moderne Ausstattung optimal nutzen zu können, nimmt das Kollegium regelmäßig an Fortbildungen teil. Auch das gehört zum Digitalisierungs-Konzept.

Die Schüler von Dennis Koppetz haben während des Distanzunterrichts mit einer Lehramtswärterin am Computer einen Comic entworfen – und zwar fächerübergreifend. Es ging nicht nur darum, bunte Figuren zu kreieren. Die Schüler tüftelten auch eine Geschichte aus und schrieben zu den Comicbildern die passenden Texte. „Alle waren von diesem Lernen am Computer begeistert“, so Dennis Koppetz.

Foto1: Drei Oberlinschüler arbeiten im Klassenraum an ihren Notebooks. Im Hintergrund die Transportstation