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Fachtagung Unterstützte Kommunikation

Berufsbildungswerk, Am Grünewald, Wetter-Volmarstein

Das Umfeld der Unterstützten Kommunikation


Am 15. und 16. Juni 2018 findet eine Fachtagung zum Thema „Das Umfeld der Unterstützten Kommunikation“ statt.

Unterstützte Kommunikation (UK) benötigt ein Umfeld, innerhalb dessen der UK-Nutzer neben der Kommunikationshilfe weitere Unterstützung erhält – sei es beim Erlernen von Symbolen, der Nutzung unterschiedlicher kommunikativer Funktionen, beim Stellen unterschiedlicher Fragen oder bei der Bereitstellung und Wartung von UK-Materialien.

Die Hilfestellungen des Umfeldes, die für gelingende UK notwendig sind, sind vielfältig und variationsreich. Die Fachtagung bietet die Möglichkeit, bereits bestehende Konzepte und erprobte Möglichkeiten des Umfeldes im Hinblick auf UK kennen zu lernen.

Weitere Infos zum Ablauf und Programm an den beiden Tagen finden Sie hier.


Anmeldung und Infos:

Kosten: 120 Euro Tagungsgebühr inkl. Kaltgetränke, Mittagessen, Teilnahmebescheinigung

Anmeldung bis 01. Mai 2018 schriftlich per Email an: panzerc@esv.de

Bitte dabei folgende Informationen angeben:

Vorname, Name, postalische Adresse, Kontakt für Rückfragen, Angabe der Workshops, an denen eine Teilnahme gewünscht ist (jeweils 1 aus Block 1, 2, 3)

Das Seminar findet im Berufsbildungswerk Volmarstein, Am Grünewald, in Wetter Ruhr statt.

Inhalte:

Elise Brinkmann: Das COCP-Programm zur kommunikativen Entwicklung nicht-sprechender Personen und ihrer Kommunikationspartner

Jeder sendet Signale  aus, kommuniziert auf seine Art. Aber was ist, wenn wir nicht verstehen, was die andere Person sagt oder meint? Die COCP-Methode (Heim, Veen & Jonker, 2006) lehrt uns, wie wir die Kommunikation mit nicht-sprechenden Kindern und Erwachsenen optimieren können. Damit wir einander besser verstehen können, seltener frustriert sind und mehr Spaß zusammen erleben können.

Mit dem COCP-programm (COCP= Communicatieve Ontwikkeling van niet-sprekende kinderen en hun Communicatiepartners; Deutsch: “Kommunikative Entwicklung von nicht-sprechenden Personen und ihren Kommunikationspartnern”)  wird versucht, in einem zyklischen Vorgehen zu erreichen, dass einzelne Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen und die Menschen ihres sozialen Umfeldes besser miteinander kommunizieren können.

(Die Analyse des Partnerverhaltens ist in diesem Programm genauso wichtig wie die Einschätzung der individuellen Möglichkeiten der Klienten.

Mit den humorvoll als “zehn Gebote” bezeichneten Partnerstrategien wird der Blick gezielt auf unterstützendes Partnerverhalten gelenkt.)

Barbara Hapcke: Das Umfeld in der UK

Als ehemalige UK-Beratungslehrerin der Oberlinschule und Wegbereiterin für UK in der ESV stellt Barbara Hapcke in diesem Vortrag die Entwicklung von UK in der Großeinrichtung dar. Von einzelnen Projekten bis über die Gründung einer UK-Beratungsstelle für den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen werden Wege, Möglichkeiten und Grenzen in der Entwicklung dargestellt.


Workshopreihe I

I.A: Barbara Hapcke & Anna Waschkau: UK im Umfeld Schule - Praxisbeispiele der UK-Förderung für Kinder und Jugendliche

Zwei UK-Beratungslehrerinnen zeigen anhand praktischer Beispiele aus der schulischen UK-Förderung, wie UK im Umfeld Schule gelingen kann.

 

I.B: Sabrina Beer: Die Bedeutung des Umfeldes innerhalb des Augensteuerungseinsatzes bei basalen Nutzern: Strukturierungshilfen und notwendige Maßnahmen zur Stärkung des Umfeldes 

 

Patienten mit schweren motorischen Beeinträchtigungen und unklaren visuellen, kognitiven und sprachlichen Kompetenzen stellen eine Herausforderung im therapeutischen Alltag dar. Häufig stellen Augenbewegungen eine Chance für den Aufbau von Kompetenzen dar. Das Umfeld der Patienten ist maßgebend an einem erfolgreichen Einsatz einer Augensteuerungstechnik beteiligt. Dabei sind diese Personen oft ungeübt in der praktischen Arbeit mit der Technik und haben nur basales Wissen über die technischen und persönlichen Einflussgrößen. Außerdem zeigen sie sich häufig eher zurückhaltend, wenn es um den Umgang mit Computern geht. Eine Begleitung durch erfahrende Therapeuten unter zu Hilfenahme spezieller Assessments erleichtern Nutzer und Umfeld in der Anfangsphase die Einführung der Augensteuerung, reduzieren Anwendungsfehler und ermöglichen Erfolgserlebnisse. Das Umfeld wird zudem in seiner Wahrnehmung bzgl. der Kompetenzen des Nutzers sensibilisiert. Dies ermöglichte ein kleinschrittiges Vorgehen. Außerdem bekommt das Umfeld eine Struktur für Übungen und Einsatzmöglichkeiten mit dem Gerät.

I.C Claudio Castañeda: Das Umfeld in der Unterstützten Kommunikation - Tipps und Tricks für gelingende Kommunikation

I.D Christina Runnebaum: Standardisierung von UK im Großraum Niedersachen-Ost – Ergebnisse eines Projektes (angefragt)

 

Workshopreihe II

II.A: Wiebke Gonsior: In einer idealen Welt… Was UK-Nutzer sich von ihrem Umfeld wünschen

In diesem Workshop berichten UK-Nutzer aus eigener Sicht, welche Bedingungen und Hilfestellungen sie sich für den Alltag wünschen, damit Kommunikation gelingt.

II.B: Dirk Voss: So sieht’s aus – Alltagserfahrungen mit UK

UK-Nutzer berichten von ihren bisherigen Erfahrungen mit UK und den Konsequenzen für ihr persönliches Leben.

 

Workshopreihe III

III.A: Mareike Kuhlmann und Stephanie Leisner:  Erfahrungen mit PlanBe: Einsatz als begleitendes Strukturierungswerkzeug bei der Planung, Durchführung und Evaluation von UK-Förderungen und -versorgungen

 In dem Workshop lernen Sie die Zielsetzung sowie Teilelemente von PlanBe kennen. Anschließend werden Rückmeldungen aus der Praxis zum Einsatz im Alltag und die daraus resultierenden Modifikationen für die Verwendung in den verschiedensten Settings vorgestellt und diskutiert. 

 

III.B: Theresa Aßmann: Unterstützte Kommunikation als Entwicklungsaufgabe von und in Organisationen

In den Fachdiskursen im Bereich UK lautet die aktuelle Herausforderung, Angebote im Bereich UK für Werkstattbeschäftigte und Bewohner von Wohnheimen zu schaffen und in die Fläche zu bringen. UK wurde bisher nur vereinzelt in Einrichtungen für Erwachsene mit Behinderung erfolgreich implementiert. Bei der Betrachtung UK-relevanter Bedingungen und den Rahmenbedingungen von Einrichtungen der Behindertenhilfe wird deutlich, dass jeder Bereich, zunächst für sich allein betrachtet, komplexe und vielschichtige Komponenten und Zusammenhänge aufweist. Werden diese Bereiche zusammen betrachtet – UK gelingend in Einrichtungen der Behindertenhilfe umzusetzen – bedeutet das, dass sich den Mitarbeitern umfassende Anforderungen stellen. Doch welche Komponenten spielen bei einer effektiven und nachhaltigen Umsetzung von UK eine bedeutende Rolle? Welchen Stellenwert nimmt die Organisationskultur einer Einrichtung ein? Welchen Blick braucht es auf Prozesse und Strukturen einer Einrichtung bzw. Organisation? Vor dem Hintergrund dieser Fragen werden Überlegungen angestellt, die nach adäquaten Lösungsansätzen und Erklärungsmodellen suchen, um UK in Organisationen erfolgreich umsetzen zu können. 

 

III.C: Simone Laakmann: Unterstützte Kommunikation im Autismus-Therapie-Zentrum Dortmund und Hagen

Dieser Workshop gibt einen kleinen Einblick in die Methoden und Vorgehensweisen aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation innerhalb unserer Einrichtung. Hierbei soll der Bedarf unserer Klienten aufgezeigt und Förderinhalte anhand von Fallbeispielen vorgestellt werden.  

III.D Peter Eichenauer: Institutionalisierung von UK – Aspekte in der Organisationsentwicklung oder: Wie verankere ich UK im System? (angefragt)

Mitarbeiterfoto: Christina Panzer, Büro für Unterstützte Kommunikation
Ansprechpartner

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der Evangelischen Stiftung Volmarstein

Quartal 1/2018

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