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Punk und Rap in der Martinskirche

Mehr als 25 Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung Volmarstein zeigten mit einem selbstgeschriebenen Musical in der Martinskirche Szenen aus ihrem Alltag.

Am Ende gab es kein Halten mehr:  Die Besucher des „Punkwusical“ hoben ihre Hände und rappten ordentlich mit. Mehr als 25 Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung Volmarstein zeigten mit einem selbstgeschriebenen Musical in der Martinskirche Szenen aus ihrem Alltag. Ordentlich laut begleitet von den Acts „Zweieck“ und „Incidence“. 

Ausgelassene Stimmung war also angesagt und das, obwohl der Inhalt des Musicals eigentlich ein tiefgründiger war: In kleinen aufeinanderfolgenden Passagen spielten die Menschen mit Behinderung, unter der Regie von Mona Köhler und mit Unterstützung der Choreografin Rachel Brüggemann, Szenen nach, die sie wirklich erlebt haben. Der schwerbehinderte Jörg, der versucht, auf sich aufmerksam zu machen, obwohl er nicht sprechen kann. Ein gehbehinderter Mann, der zur Toilette begleitet wurde – und dort über mehrere Stunden vergessen wurde. Ein Fahrdienst für Rollstuhlfahrer, der die Menschen bei Veranstaltungen abholt und einfach mitnimmt - obwohl die Veranstaltungen noch nicht beendet sind. Bei mancher Szene blieb dem Zuschauer das Lachen im Halse stecken. „Unsere Menschen mit Behinderung wollen auf ihre Situation aufmerksam machen“, berichtet Koordinator Daniel Starosta. Alle Szenen haben sich die Darsteller selbst ausgedacht und ihre Emotionen im Stück verarbeitet. „Inklusion ist eben erstmal nur ein Begriff, in der Umsetzung besteht oft Verbesserungsbedarf,“ so Starosta.

Dass die Inklusion in der Musik aber ganz selbstverständlich angekommen ist, zeigte sich zum Ende der Darbietung: Besucher und Darsteller feierten gemeinsam mit Rapper Alex G. das Leben und einen schönen Nachmittag.

Das Musicalprojekt konnte durchgeführt werden dank Landesfördermittel des Kulturministeriums NRW für inklusive Kunst- und Kulturprojekte für junge Leute sowie einer Spende der AVU Gevelsberg im Rahmen der „EN-Krone“. 



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der Evangelischen Stiftung Volmarstein

Quartal 1/2018

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