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Dumme Augustine begeistert im Zirkuszelt

Das Landespolizeiorchester NRW, der Schauspieler Werner Hahn, die Schüler der Gesamtschule Hagen-Haspe und der Oberlinschule der Ev. Stiftung Volmarstein begeisterten mit ihrer Zirkusvorstellung.

Gemeinsam mit dem Landespolizeiorchester NRW und dem Schauspieler Werner Hahn  begeisterten die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hagen-Haspe und der Oberlinschule der Ev. Stiftung Volmarstein mit einer gemeinsamen Zirkusvorstellung.
Die stolzen Darsteller in der Manege
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Für ein inklusives Zirkusprojekt der Gesamtschule Hagen-Haspe und der Oberlinschule der Ev. Stiftung Volmarstein wurde keine Mühe gescheut und ein echtes Zirkuszelt organisiert. Am Wochenende führten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit Schauspieler Werner Hahn und dem Landespolizeiorchester hier „Die Dumme Augustine“ auf. 

Die tropischen Temperaturen hielten weder die Kinder noch das Publikum ab: Beide Vorstellungen der „Dummen Augustine“, einem Kinderbuchklassiker von Ottfried Preußler, waren gut besucht und sorgten für Begeisterung. Schauspieler Werner Hahn, als Clown verkleidet, führte durch das bunte Zirkusprogramm, in dem Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam tanzten, jonglierten und spielten.  Bei rund 30°C rann der Schweiß, aber dies tat dem Elan, den die Kinder und Werner Hahn mit seiner unnachahmlichen Art ins Zirkuszelt brachten, keinen Abbruch. Wunderschön war die Kulisse des echten Zirkuszeltes, rührend bereits der Vorstellungsbeginn, bei dem die Kinder der Oberlinschule als Pferde verkleidet in die Manege trabten, bzw. in ihren Rollstühlen geschoben wurden. Viel Applaus für die kleinen Darsteller, die sichtlich Spaß an ihrem besonderen Auftritt hatten.

Im Publikum auch Hans-Peter Rapp-Frick, pensionierter Hauptgeschäftsführer der Südwestfälischen Industrie und Handelskammer (SIHK) der mit einer Spende zu seinem Abschied das Projekt unterstützt und so die Atmosphäre bei den Proben und die Präsentation im einem echten Zirkuszelt ermöglicht hat. „Unsere Arbeit lebt von Unterstützern wie Herrn Rapp-Frick“, betonte Carla Klimke, Lehrerin und Teil des Organisationsteams. Zusammen mit ihren KollegInnen Ingrid Baltruschat-Schmitz, Birger Hohenwaldt und Klaudia König-Bullerjahn haben die Lehrer und Lehrerinnen schon viele besondere Projekte der Oberlinschule umgesetzt und sind, auch bundesweit, mit Preisen geehrt worden. Auch die Lehrer der Gesamtschule Haspe Viktor Bleiker, Verena Voss und Gabi Loddo haben einige Erfahrung in der Projektarbeit:  Der in der Schule gegründete Circus Basinastak hat sich schon in über 350 Auftritten öffentlich präsentiert und an vielen Wettbewerben teilgenommen. In diesem inklusiven Projekt erlebten die Schülerinnen und Schüler Zirkus auf unterschiedliche Weise:

Während die artistischen Kunststücke und die Publikumswirksamkeit bei den Gesamtschülern im Vordergrund standen, war es bei den Oberlinkindern das Erleben der bunten Zirkuswelt. In zwei Projektwochen und bei monatlichen Treffen entwickelten und probten die Schüler der beiden Schulen zusammen und luden immer wieder Akteure aus der Zirkuswelt ein. So lachten und spielten die Kinder mit dem Clown August, besuchten die Robben und Seehunde im Zoo Bochum. Sie staunten über dressierte Hunde, ließen sich von den wunderbaren Seifenblasen eines Künstlers faszinieren und  von einem Pony in der Kutsche ziehen. Und schließlich wurde sie in einer Show mit Magie verzaubert. Das alles begleitet von mitreißender Zirkus-Musik. Das Landespolizeiorchester unter Leitung von Hans Steinmeier begleitete auch die Aufführungen im Zirkuszelt nicht nur musikalisch, sondern erfreute das Publikum auch mit schauspielerischen Einlagen. Ein wunderschönes Projekt und ein weiteres Highlight der kulturellen Arbeit der Oberlinschule Volmarstein. 


Zum Hintergrund: 

Die Oberlinschule hat einen hohen Anteil an schwerstbehinderten Schülerinnen und Schülern, die in fast allen Lebensbereichen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Dennoch haben sie, wie alle Menschen, Freude daran, Neues zu entdecken und die Welt, in der sie leben, kennenzulernen. Seit 2005 führen die Oberlinschule  jährlich mindestens ein kulturelles Projekt mit diesen Kindern durch.Gerade diese Arbeit ermöglicht den Kindern, auf vielfältige Weise mit einem Thema umzugehen und es sich anzueignen. Die Aufgabe der Pädagogen ist es Hindernisse beiseite zu räumen, Hemmnisse zu überwinden und Möglichkeiten für eine mehrsinnige und lustvolle Auseinandersetzung für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Es geht nicht um die einfache Vermittlung von Inhalten, sondern darum, es den Kindern zu ermöglichen, sie sich auf ihre Weise selbst zu erobern. Basisförderung bedeutet, gemeinsam mit den Kindern auf Entdeckungstour zu gehen, ihre Aktivität zu fördern, ihre Sinne zu gebrauchen, Gemeinschaft zu erleben und darüber in Kommunikation zu kommen. Die Pädagogen müssen sich in die Wahrnehmungssituation der Kinder versetzen und ihnen passende Angebote machen, ohne Vorwissen und Vorerfahrungen vorauszusetzen. 



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der Evangelischen Stiftung Volmarstein

Quartal 1/2018

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