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Neue Rolle für Urgestein Ekkehard Meinecke

Der Bereichsleiter der Behinderten- und Jugendhilfe der Evangelischen Stiftung Volmarstein ist in den Ruhestand verabschiedet worden.

Ekkehard Meinecke, langjähriger Leiter der Behinderten- und Jugendhilfe der Ev. Stiftung Volmarstein
Ekkehard Meinecke, langjähriger Leiter der Behinderten- und Jugendhilfe der Ev. Stiftung Volmarstein
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Vor ein paar Wochen hat er sein Büro im Haus Bethanien ausgeräumt. Dabei fand Ekkehard Meinecke, langjähriger Leiter der Behinderten- und Jugendhilfe der Ev. Stiftung Volmarstein,  viele Unterlagen, zu denen ihm eine Anekdote einfiel. Über vier Jahrzehnte hat er in der Stiftung gewirkt. Offiziell ist er jetzt Ruheständler. In einer neuen Rolle bleibt er aber zeitlich befristet aktiv.

Zu den Anekdoten gehört eine über ihn selbst: 1971 hatte Ekkehard Meinecke erstmals Kontakt zur Stiftung. Als Schüler der Klasse 11 bewarb er sich als Praktikant. An der Seite seines Vaters stellte sich der 16-Jährige in Volmarstein vor. Dort machte man ihm klar, dass seine Langhaar-Frisur unpassend sei. „Auf der Rückfahrt ging es im Gespräch mit meinem Vater fast nur darum, dass ich zum Friseur gehen soll“, erinnert sich Meinecke. Den Platz als Praktikant im Oscar-Funcke-Haus bekam er schließlich. Seitdem hat er dort in jungem Alter regelmäßig mitgearbeitet.

Offiziell gilt der 1. Oktober 1976 als sein Dienstbeginn in der Stiftung. Ekkehard Meinecke, der Sozialpädagogik studiert hatte, begann als Betreuer auf Gruppe „Gelb“ im Oscar-Funcke-Haus. Geprägt wurde er von Heimleiter Fritz Alexander, mit dem eine fortschrittliche Pädagogik in die neue Einrichtung eingezogen war. Ekkehard Meinecke wurde stellvertretender Heimleiter (1982), dann Heimleiter  (1985). Seit 1988 fungierte er als Bereichsleiter, zeitweise in der Senioren- und Behindertenhilfe, die lange Zeit zusammen gehörten.

„Er hat die Entwicklung in unserer Stiftung nachhaltig vorangetrieben“, würdigten die Vorstände Jürgen Dittrich und Markus Bachmann das Engagement von Ekkehard Meinecke. Zusammen mit anderen setzte er die Idee der Ambulantisierung um. „Es gab damals das vollstationäre Heim oder gar nichts“, beschreibt Meinecke die Situation. Maßgeblich trug er dazu bei, dass moderne Angebote entstanden – z.B. Tagespflegen für Senioren und ambulante Wohnformen für Menschen mit Behinderung, in denen diese den Status des normalen Mieters bekamen.

Ekkehard Meinecke gehörte auch zu denen, die sich für das Stiftungs-Engagement in Ivenack (Mecklenburg-Vorpommern) einsetzten. Es begann 1994 mit der Übernahme des damaligen Pflegeheims Ivenack für Menschen mit Behinderung. „Mich hat damals fasziniert, was im Osten passiert ist“, so Meinecke. Heute gehören in Ivenack und Umgebung auch Ambulantes Wohnen, eine Kita und ein ambulanter Pflegedienst zu den Stiftungs-Angeboten.

Im Ruhestand bleibt Ekkehard Geschäftsführer der Einrichtungen in Ivenack. Zusätzlich koordiniert er besondere Projekte der Behinderten- und Jugendhilfe. Das ehemalige SPD-Ratsmitglied engagiert sich weiterhin als Sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss. Außerdem ist er 1. Vorsitzender des Kulturzentrums Lichtburg.

Foto: Ekkehard Meinecke (Mitte) wurde von den Stiftungs-Vorständen Jürgen Dittrich (links) und Markus Bachmann gewürdigt.

 



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