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Wir verzichten beim Adventsmarkt auf Einweg-Geschirr

Diesmal gibt es eine Premiere: Erstmals wird kein Einweg-Geschirr verwendet. Rund 200 Kilo gepresster Müll fallen nicht mehr an.

Erstmals wird kein Einweg-Geschirr verwendet
Gute Stimmung beim Adventsmarkt
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Es ist ein besonderes Event im EN-Kreis: Die Evangelische Stiftung Volmarstein lädt am kommenden Samstag, 1. Dezember (ab 14 Uhr), und Sonntag, 2. Dezember (ab 12 Uhr), wieder zum inklusiven Adventsmarkt ein. Er ist bestens geeignet für Besucher mit Behinderung – z.B., weil der Veranstaltungsort, das Zentralgelände der Stiftung, barrierefrei zugänglich ist. Diesmal gibt es eine Premiere: Erstmals wird kein Einweg-Geschirr verwendet. Rund 200 Kilo gepresster Müll fallen nicht mehr an.

„Wir setzen damit ganz bewusst ein Zeichen für Nachhaltigkeit“, sagt Vorstand Jürgen Dittrich. Der Adventsmarkt, die größte Veranstaltung im Jahreskalender der Stiftung, ist das Pilotprojekt für eine grundsätzliche Umstellung: Denn künftig sollen bei allen großen Feierlichkeiten der Stiftung keine Plastikteller und Pappschalen mehr verwendet werden.

Kein Pfandsystem - Geschirr-Rückgabe an Stationen

Bei der Umstellung auf Mehrweg haben sich die Verantwortlichen bewusst gegen ein Pfandsystem entschieden. Denn gerade Menschen mit Behinderung und Familien, die trotz knappen Budgets zahlreich den Adventsmarkt besuchen, schreckt es ab, wenn sie Pfandgeld vorstrecken müssten. „Wir appellieren stattdessen an die Besucher, uns zu unterstützen und gebrauchtes Geschirr an den vorgesehenen Stationen zurückgeben“, so Jürgen Dittrich. 

Rund 12.500 abwaschbare Geschirr-Teile hat die Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Stiftung für den Adventsmarkt angeschafft – Teller, Schalen und Besteck. Der Verleih dieses Geschirrs wird künftig auch als externe Dienstleistung angeboten. „Wenn jemand z.B. eine Gartenparty mit Mehrweg-Geschirr feiern möchte, helfen wir gern“, erklärt Werkstattleiter Andreas Barth. Beschäftigte mit Behinderung liefern das Geschirr aus und holen es wieder ab. 

Für den Adventsmarkt engagieren sich wieder rund 300 Stiftungs-Mitarbeitende ehrenamtlich, die z.B. in Imbissbuden stehen. „Ohne ihren Einsatz wäre diese Veranstaltung nicht möglich“, betont Diakon Andreas Vesper. Bei ihm sind wieder über 70 Anmeldungen für Stände eingegangen. Große kommerzielle Anbieter, so die bewährte Linie, gibt es nicht. Stattdessen werden Artikel angeboten, die Menschen mit Behinderung aus der Stiftung herstellen. Kleine private Anbieter dürfen verkaufen, um für einen guten Zweck zu sammeln oder ihr Taschengeld auszubessern.

Traditionell machen beim Volmarsteiner Adventsmarkt viele örtliche Vereine mit – so der Jugendspielmannszug Volmarstein und das Akkordeon-Orchester Wetter. In der Martinskirche findet samstags und sonntags ein Musical statt, dass Menschen mit Behinderung aufführen.

Info:
Wer sich gerne ein Schälchen Grünkohl etc. für zuhause mitnehmen möchte, sollte sich ein entsprechendes Behältnis mitbringen. 



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Das Magazin
der Evangelischen Stiftung Volmarstein

Quartal 1/2018

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