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Großes Interesse an Fachtagung „Leichte Sprache“

Fachtagung in NRW zum Thema „Leichte Sprache“. Organisiert hatte das Treffen die Agentur Barrierefrei NRW, die das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) betreibt

Fachtagung in NRW zum Thema „Leichte Sprache“. Organisiert hatte das Treffen die Agentur Barrierefrei NRW, die das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) betreibt
Rund 180 Teilnehmer kamen zur Fachtagung nach Essen
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Rund 180 Experten nahmen an der bislang größten Fachtagung in NRW zum Thema „Leichte Sprache“ teil. Organisiert hatte das Treffen in Essen die Agentur Barrierefrei NRW, die das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) in Grundschöttel betreibt. Agentur und FTB gehören zur Evangelischen Stiftung Volmarstein.

„Viel zu oft erleben wir im Alltag, dass wir schwer Verständliches hören oder lesen“, sagte Stiftungs-Vorstand Jürgen Dittrich bei der Begrüßung. Um das zu ändern, lieferte die Tagung viele Beispiele, wie Leichte Sprache mit ihren einfachen Wörtern und kurzen Sätzen Barrieren abbaut – vor allem für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Erstmals wurden in Essen die Ergebnisse des NRW-weiten Modellprojektes „Übersetzung von Verwaltungsakten in Leichte Sprache“ präsentiert. Unter Leitung von Annika Nietzio, Mitarbeiterin der Agentur Barrierefrei NRW, waren amtliche Schreiben und Antragsformulare des EN-Kreises sowie der Städte Bochum und Paderborn in Leichter Sprache verfasst worden. Auch das Lebenshilfe Büro für Leichte Sprache Ruhrgebiet sowie die Idema Gesellschaft für verständliche Sprache waren daran beteiligt. Mit Hilfe dieser neuen Formulare haben Menschen mit Lernschwierigkeiten nun die Möglichkeit, z.B. einen Fahrdienst oder Wohngeld eigenständig zu beantragen. Bislang waren sie auf Hilfe angewiesen, weil die Anträge in komplizierter Behörden-Sprache häufig schwer verständlich sind.

Ermöglicht hatte das Projekt die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Deren Vorstand Norbert Killewald betonte, dass Leichte Sprache nicht nur eine Angelegenheit für Menschen mit Lernschwierigkeiten sei: „Wir haben alle etwas davon“, so Killewald.  Beispielhaft nannte er den Begriff „Rechtsbehelfserklärung“ aus der Amtssprache, den man für jedermann erklären müsse.
An der Fachtagung nahmen u.a. viele Inklusionsbeauftragte  öffentlicher Verwaltungen teil, die Leichte Sprache in ihren Kreis- und Rathäusern etablieren möchten. Passend dazu stellte Lars Ehm, Leiter der Gruppe „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“ beim NRW-Sozialministerium“, fest: „Der Bedarf an Texten in Leichter Sprache wächst.“ Die Fachtagung in Essen gab Anstöße dafür, wie dieser Bedarf in Zukunft gedeckt werden kann.

Foto: Rund 180 Teilnehmer kamen zur Fachtagung „Leichte Sprache“, die die Agentur Barrierefrei NRW des Forschungsinstituts Technologie und Behinderung in Grundschötetel organisiert hatte.



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der Evangelischen Stiftung Volmarstein

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