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Besuch aus dem Bundestag

Familienfreundlichkeit und Inklusion: darüber informierte sich Ralf Kapschack, Mitglied des Bundestages, in der Firma Püschel Eletrotechnik GmbH der Ev. Stiftung Volmarstein

Familienfreundlichkeit und Inklusion: darüber informierte sich Ralf Kapschack, Mitglied des Bundestages, in der Firma Püschel Eletrotechnik GmbH der Ev. Stiftung Volmarstein
Ralf Kapschack, Mitglied des Bundestages, in der Firma Püschel Eletrotechnik GmbH
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Die Zeiten, als Behindertenwerkstätten vorwiegend dem Verpacken von Schrauben dienten, sind lange vorbei. Heute stehen auch Werkstätten für behinderte Menschen in der Pflicht, Anreize für ihre Beschäftigten zu schaffen und sinnvolle Tätigkeiten anzubieten. Als ein Modell, das diese Kriterien erfüllt, bot sich vor zwei Jahren die Firma Püschel Elektrotechnik in Wetter-Wengern an. 2016 übernahm die Evangelische Stiftung Volmarstein die Firma, die Feinsicherungen für Elektrogeräte, für Elektrowerke und entsprechende Großhandlungen herstellt.

Aus dem kleinen Betrieb wurde ein Inklusionsprojekt: Vier ehemalige Püschel-Mitarbeitende wurden von der Stiftung Volmarstein übernommenen -  zusätzlich haben mittlerweile sechs Beschäftigte aus der Werkstatt für behinderte Menschen und vier Praktikanten aus dem Werner-Richard-Berufskolleg bei Püschel einen neuen Wirkungskreis gefunden. Die Firma ist eigenständig, arbeitet jedoch eng mit der Werkstatt in Volmarstein zusammen. Ein “Mikrokosmos”, wie Stiftungsvorstand Markus Bachmann betont, der allen Beteiligten als tolles Projekt ans Herz gewachsen ist.  Ein Projekt, das seit Juni dieses Jahres auch die Auszeichnung “familienfreundliches Unternehmen” tragen darf. Mitarbeitende haben die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit flexibel und in Teilzeit zu gestalten. Um Betreuungszeiten zu überbrücken, kann ein Kind auch mal mit zur Arbeit gebracht werden.

“Familienfreundlichkeit ist für mich ein wichtiges Kriterium in Beschäftigungssituationen”, sagt Ralf Kapschack,  “über diese Auszeichnung bin ich auch auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden.” Der Bundestagsabgeordnete für die Städte Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten und ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Er kam als Gast, um sich vor Ort ein Bild vom Volmarsteiner  Unternehmen zu machen. “Ich bin viel im Wahlkreis unterwegs und immer wieder erstaunt, welches Potenzial im Ennepe-Ruhr-Kreis in unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen steckt.”

Gemeinsam mit Produktionsleiter Lars Ahlborn, Dirk Domann (Leiter Geschäftsbereich Arbeit), Werkstattleiter Andreas Barth und den Vorständen der Stiftung, Markus Bachmann und Jürgen Dittrich, machte der Bundestagsabgeordnete einen Rundgang und ließ sich Maschinen und Produktionsabläufe erklären.  “Das Konzept, das wir mit Übernahme der Firma Püschel verfolgt haben, ist aufgegangen,” konnte Werkstattleiter Andreas Barth berichten, “unsere Mitarbeitenden sind begeisterte Püschelianer geworden, das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen.” So hat das Unternehmen fast drei Millionen Sicherungen verkauft, die Mitarbeitenden indentifizieren sich mit dem Betrieb, wachsen Stück für Stück an ihren Tätigkeiten und sehen sich als Teil des Erfolgs.

Eine wichtige Entwicklung, die in der Stiftung Volmarstein als wegweisend für die Zukunft gesehen wird. “Das Thema Arbeit ist im komplexen Gefüge unserer Stiftung ein kleine Säule, aber eine sehr wichtige”, betont Markus Bachmann, “die Stiftung ist nicht der klassische große Werkstatt-Träger. Wir setzen auf kleine, individuelle Lösungen, die sich am Menschen orientieren. Durch die Komplexität und Vielfalt unserer Einrichtung sind wir aber in der Lage, den Beschäftigten mit Behinderung ein vielfältiges Angebot zu machen: Von der reinen Tagesstruktur bis zur hochqualifizierten Beschäftigung – alles ist möglich. Dies können nur wenige Träger leisten.”



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der Evangelischen Stiftung Volmarstein

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