Die schmerzhafte Schulter

Zeit spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung der schmerzenden Schulter. Natürlich ist die konservative Therapie immer der erste Schritt. Aber wenn diese nach acht Wochen keine Besserung bringt, sollten die Probleme in der Schulter durch weiterführende Untersuchungen genauer abgeklärt werden, da nicht zu selten ein Sehnenriss vorliegt, der zeitnah versorgt werden muss um weitere Folgeschäden zu vermeiden. 

Die häufigste Ursache für Schulterschmerzen ist das sogenannte Engpass-Syndrom, bei dem es zu einer Einengung des Raumes unter dem Schulterdach kommt. Dadurch entsteht Druck auf die Weichteile, was sehr schmerzhaft ist und bis zu einem Sehnenriss an der sogenannten Rotatorenmanschette führen kann. Geht der Patient früh genug zum Arzt, kann man in einer arthroskopischen Operation den Engpass beseitigen und häufig einen Sehnenriss vermeiden. Eine frisch gerissene Sehne kann man gut wieder annähen, ältere Risse unter Umständen nicht mehr. 

Die Schultergelenkprothese ist bei starker schmerzhafter Arthrose eine mögliche Therapie. Dr. Hadji: Es gibt verschiedene Prothesentypen, die wir individuell je nach Zustand des Schultergelenks auswählen. Ähnlich wie bei einem neuen Hüft- oder Kniegelenk steigert ein neues Gelenk die Beweglichkeit und senkt den Schmerz. 

Nach der Schulteroperation bringen wir Sie gemeinsam mit dem Therapiezentrum Orthopädische Klinik wieder in Bewegung. Für jede Schulteroperation gibt es einen exakten individuellen Fahrplan, der in enger Rücksprache mit dem Operateur eingehalten wird. Unter fachlicher Anleitung übt der Patient wichtige Bewegungen, die er dann selbst ausführen kann. 

Damit die so wichtigen Bewegungsübungen auch gelingen, hat jeder Schulter-Patient in der Klinik einen Schmerzkatheter. Schon während der OP ermöglicht die Kombination aus Vollnarkose und örtlicher Betäubung durch den Schmerzkatheter eine schonende Narkose. Und nach der OP sorgt die Schmerzfreiheit dafür, dass die erlaubte Bewegung möglich ist. 

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